Über diese Oper:
Der Bildhauer Pygmalion hat sich so tief in die Statue verliebt, die er selbst erschaffen hat, dass er seine Gefährtin Céphise zurücklässt — allein und ungehört. Er wendet sich nicht an die Vernunft, sondern an die Göttin Venus und fleht sie an, sein Meisterwerk zum Leben zu erwecken. Das Wunder geschieht: Die Statue erwacht, bewegt sich, singt — und bekennt ihrem Schöpfer ihre Liebe. Amor erscheint, um den Triumph der Kunst und des Gefühls zu feiern, und findet sogar einen neuen Gefährten für die verlassene Céphise.
In nur acht Tagen für die Académie Royale de Musique in Paris geschrieben und 1748 uraufgeführt, wurde Pygmalion einer der größten und dauerhaftesten Erfolge Rameaus. Das Libretto von Ballot de Sauvot verwandelt einen antiken Mythos in etwas Intimeres — eine Betrachtung über die seltsame, fast göttliche Macht des Künstlers, dem eigenen Werk Leben einzuhauchen. Tanz und Gesang sind dabei untrennbar miteinander verwoben, jedes Medium trägt einen anderen Faden der Geschichte.