Die Uraufführung des Zyklus „Beneath the Tomb and the Moon“, komponiert von der jungen Komponistin Jialu Yang auf englische Übersetzungen von Gedichten Rumis.
In jedem der fünf Stücke zeigte die Sängerin eine einzigartige Fähigkeit, anspruchsvollste zeitgenössische Gesangstechniken mit unmittelbarer, aufrichtiger Ausdruckskraft zu verbinden. In der kurzen, beinahe entblößten Phrase „Und was ist mit meinen Augen? Und was ist mit meinem Herzen?“ sowie in den Klangspuren von „Echo“ offenbarte sich eine fast nervöse Offenheit: Die Stimme wurde zu einem Medium für die tiefen Bedeutungen von Text und Musik.
Besonders beeindruckte das Finale des Zyklus – „Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eintritt“ –, in dem die Sängerin den gesamten energetischen Gehalt des Werks innerlich wie klanglich bündelte und mit größter Ehrlichkeit und künstlerischer Hingabe an das Publikum weitergab.
Natürlich! Вот поэтический перевод на немецкий:
I. Und was ist mit meinen Augen?
Und was ist mit meinen Augen?
Und was ist mit meinem Herzen?
Und was ist mit meiner Leidenschaft?
Schmerz und Traurigkeit.

II. Echo
Wenn du meine Stimme hörst,
die als Echo in deinem Grab widerhallt,
wirst du begreifen,
dass du niemals vor meinen Augen verborgen warst.

III. Seid auf der Hut!
Seid auf der Hut! Seid auf der Hut!
Haltet mich nicht für diese menschliche Gestalt.
Die Seele verbirgt sich nicht hinter Formen.

IV. Der Mond hat mich gestohlen
Der Mond hat mich gestohlen
und raste zurück in den Himmel.
Ich blickte auf mich—
doch ich sah mich nicht mehr.
Das Schiff meines Seins
versank in jenem Meer und in jenem Mond.
Der Mond hat mich gestohlen, der Mond.

V. Das Licht tritt in dich ein
Und was ist mit meinen Augen?
Halte sie auf dem Weg.
Und was ist mit meiner Leidenschaft?
Lass sie brennen.
Und mein Herz?
Sag mir, was bewahrst du darin?
Schmerz und Traurigkeit.
Bleib bei ihm.
Die Wunde ist der Ort,
an dem das Licht in dich eintritt.
Made on
Tilda